Kirchenvorstand

DER KIRCHENVORSTAND

ist keine Schöpfung der katholischen Kirche. Die Einrichtung von Kirchenvorständen geht auf die preußische Kulturkampfgesetzgebung zurück. Das preußische Gesetz über die Vermögensverwaltung in den katholischen Kirchengemeinden vom 20. Juni 1875 ordnete für jede Kirchengemeinde die Bildung eines Kirchenvorstandes zur Besorgung der kirchlichen Vermögensangelegenheiten an. Für das Land NRW und die dort gelegenen Bistümer gelten noch heute diese wesentlichen Bestimmungen, die modifiziert im Vermögensverwaltungsgesetz geregelt sind.

Der Kirchenvorstand verwaltet die von der Erzdiözese – wesentlich aus Kirchensteuermitteln – bereitgestellten Gelder für den Gemeindeetat und ist für die Erneuerung oder Instandhaltung der sich in Gemeindeeigentum befindlichen Gebäude verantwortlich.

Der Kirchenvorstand besteht aus dem Pfarrer oder dem mit der Leitung der Gemeinde betrauten Geistlichen als Vorsitzenden und acht von der Gemeinde gewählten Mitgliedern. Wählbar ist jedes Gemeindemitglied, das mindestens 21 Jahre alt ist und seit wenigstens einem Jahr am Ort der Gemeinde wohnt.

Abschied aus dem Kirchenvorstand

In der letzten Sitzung des Kirchenvorstandes der Franziskus-Gemeinde im Juni 2022 konnte Pfarrer Bürger die beiden Mitglieder Wolfgang Prasse und Franz Michalek verabschieden. Beide waren bei der letzten Wahl nicht mehr angetreten. Wolfgang Prasse war seit 1982 Mitglied im Kirchenvorstand, Franz Michalek seit 1994, in beiden Fällen eine unendlich lange Zeit für ein ehrenamtliches Engagement.

Seit der Errichtung zur Pfarrei im Jahre 1982 war Wolfgang Prasse im KV, in den letzten Jahren als stellvertretender und auch als geschäftsführender Vorsitzender. In dieser Zeit hat Wolfgang Prasse sachkundig und kompetent viele Aktivitäten der Gemeinde begleitet und inspiriert, personelle und bauliche Veränderungen mitgestaltet. Auf ihn war immer Verlass. Die Gemeinde hat ihm viel zu verdanken für 40 Jahre (eine heilige Zahl) ehrenamtliches Engagement.

Franz Michalek wurde 1994 in den KV gewählt, und war damit fast 30 Jahre beteiligt an vielen Entscheidungen, die der KV zu treffen hatte. Vor allem seine juristische Kompetenz als Rechtsanwalt konnte der KV oft gut gebrauchen. Mit klaren Worten stritt es für alles, was rechtlich möglich war und er vertrat die Gemeinde des Öfteren auch bei juristischen Auseinandersetzungen.

Die Gemeinde dankt beiden herzlich für dieses langjährige Engagement und den großen Einsatz. Als bescheidenes Zeichen bekamen sie jeweils eine Flasche edlen Dortmunder Kräuterlikör und einen Gutschein für eine spannende oder unterhaltsame Lektüre, für die beide ja jetzt viel Zeit haben.

Reinhard Bürger

Bildung eines Vermögensverwaltungsrates

Da sich die Anzahl der Mitglieder des Kirchenvorstands nun mehr auf 6 gewählte Mitglieder reduziert hat und bei der letzten Wahl auch leider keine weiteren Mitglieder gewonnen werden konnten, wurde mit Wirkung zum 01. Juli 2022 durch den Generalvikar ein Vermögensverwaltungsrat bestellt. Dieser besteht aus dem leitenden Pfarrer als Vorsitzenden und den 6 verbliebenen gewählten Mitgliedern des Kirchenvorstands. Der Vermögensverwaltungsrat nimmt alle Rechte und Pflichten des Kirchenvorstands wahr.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

Reinhard Bürger, Vorsitzender
Tel.: 0171 2666906
E-Mail: r.buerger[at]kirche-dortmund-nordost.de

Die Mitglieder des Kirchenvorstandes:

Pfarrer Reinhard Bürger (Vorsitzender), Ursula Kreutner, Monika Kaschel, Beate Thiemann, Klemens Merten, Johannes Makiolczyk und Hendrik Winkelhaus